Liu Zongyuans Zeit als Beamter in Liuzhou war kurz im Vergleich zur Geschichte seines Gedenkortes. Die von Yongzhou veröffentlichte Stadtbiografie datiert sein Amt in Liuzhou von 815 bis zu seinem Tod 819. Seine Laufbahn war bereits vom Scheitern politischer Reformen und einer Degradierung geprägt. Dadurch erscheint die letzte Ernennung deutlicher als im späteren Bild eines Schriftstellers, der ruhig seinen Platz in der lokalen Geschichte einnahm.
Lange nach Lius vier Jahren in Liuzhou bauten spätere Generationen eine dauerhafte Beziehung zu seinem Namen auf. Der Gegensatz zwischen kurzer Amtszeit und jahrhundertelangem Gedenken eröffnet Liuzhous Geschichte der Erinnerung.

