Wolken und blauer Himmel spiegeln sich im Wasser; der Horizont scheint darin zu verschwinden. Der Hulun-See, auch Dalai-See, wirkt zunächst wie eine weite, stille Fläche. Doch Feuchtgebiete und Grasland setzen die geschützte Landschaft über das Ufer hinaus fort. Ein Bericht des chinesischen Finanzministeriums von 2016 nennt für das Schutzgebiet 7.400 Quadratkilometer. Der See bildet das sichtbare Zentrum, ist aber nur ein Teil des größeren Naturraums.
Aus dem Journal
Vom See zur Zugvogelroute
Der Hulun-See, auch Dalai-See genannt, liegt in einer geschützten Landschaft aus Feuchtgebieten und Grasland, die Zugvögel mit Nordostasien verbindet.
In derselben Stadt · Hulunbuir ↗Der See als Teil des Schutzgebiets
Ein Rastplatz auf der Zugroute
Das Schutzgebiet ist eine wichtige Route für Zugvögel Nordostasiens und ein Brutgebiet für Wasservögel. Manche Arten ziehen hindurch, andere kehren zum Brüten zurück. Der Steppensee verbindet Landschaften, die sich von China bis in die Mongolei und nach Russland erstrecken. Die offene Wasserfläche ist Teil eines viel größeren Vogelzugs.
Ein wachsender Schutzrahmen
Das Schutzgebiet entstand 1986 und erhielt 1992 den Status eines nationalen Naturschutzgebiets. 1994 schloss es sich mit benachbarten Schutzgebieten in der Mongolei und Russland zum internationalen Schutzgebiet Dauria zusammen. 2002 wurde es in die Liste international bedeutender Feuchtgebiete aufgenommen und Teil des UNESCO-Netzwerks der Biosphärenreservate. Die Entwicklung zeigt, wie Naturschutz über lokale und nationale Grenzen hinauswuchs.