Der Ethnische Waldkultur-Garten im Tropischen Botanischen Garten Xishuangbanna ist nach den Beziehungen zwischen Pflanzen und Menschen gegliedert. Die institutionelle Seite beschreibt Ausstellungen zu Heilpflanzen, Nahrungspflanzen, religiösen Pflanzen sowie Pflanzen aus Literatur und Kunst. Im Bericht des Gartens von 2015 werden 359 kultivierte ethnobotanische Arten genannt.
Aus dem Journal
Pflanzen und Menschen im Waldkultur-Garten von Xishuangbanna
Die thematischen Ausstellungen des Gartens verbinden Pflanzen mit Nahrung, Glauben, Medizin, Literatur und Materialien des Alltags.
In derselben Stadt · Autonomer Dai-Bezirk Xishuangbanna ↗Pflanzen in mehr als einer menschlichen Geschichte
Lebende Pflanzen und Belege erzählen Verschiedenes
Die vier Bereiche machen diese Verbindungen greifbar: Nahrungspflanzen, Heilpflanzen, Pflanzen in religiösen Praktiken und solche mit Bezug zu Literatur und Kunst. Die institutionelle Beschreibung verbindet Wald, Wasser und Felder außerdem mit ihrer Darstellung des ökologischen Denkens der Dai. Statt eine Pflanze aus ihrem Umfeld herauszulösen, ordnet der Garten lebende Exemplare und Landschaftsmerkmale so an, dass sichtbar wird, wie menschliche Praktiken auf den tropischen Wald treffen.
Zur Aufmerksamkeit gehört die Frage, wer spricht
Die Beschreibung des Gartens gibt jedem Bereich ein eigenes Gepräge. Zu den Nahrungspflanzen zählen Blüten und Blätter, die als Gemüse gegessen werden; die Heilpflanzen-Ausstellung zeigt Pflanzen, die mit der Dai-Medizin und acht benannten Rezepturgruppen verbunden sind; im religiösen Bereich stehen Pflanzen buddhistischer Gärten neben einem angelegten heiligen Wald. Der literarisch-künstlerische Bereich folgt den Schreibmaterialien von Bananenblättern und Bambus bis zu Palmblattmanuskripten und Papier aus der Rinde des Papiermaulbeerbaums. Pflanzen werden hier durch Nutzungen, Geschichten und Materialien vermittelt, nicht nur durch botanische Namen.
