Aus dem Journal

Seen zwischen den hohen Dünen

In der Wüste Badain Jaran liegen 144 Seen zwischen hohen Dünen. Sand, Wasser und Grundwasser bilden eine zusammenhängende Landschaft.

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Eine Düne über dem Becken gemessen

Ein dunkler Dünenkamm steigt steil über helleren Sand. Windlinien laufen den Hang hinab, dahinter zeichnet sich ein weiterer Kamm ab. Die höchste Düne von Badain Jaran erhebt sich 460 Meter über dem umliegenden Becken. Diese relative Höhe beschreibt den Unterschied zum nahen Boden, nicht einen isolierten Berggipfel. Die Welterbestätte auf dem Alxa-Plateau wurde 2024 aufgenommen.

Wasser zwischen den Dünen

Zwischen den Dünen liegen 144 Seen. Ihre Farben unterscheiden sich je nach Salzgehalt und mikrobiellen Gemeinschaften. Die Landschaft wirkt beinahe umgekehrt: Wasser füllt die Senken, während die Kämme aufsteigen. Die Seen hängen vom Grundwasser ab; dessen Schutz ist für ihren Fortbestand wichtig. Das Verhältnis zwischen Wasser unter dem Sand und sichtbaren Seen prägt die Wüste.

Singender Sand

Badain Jaran ist auch für „singenden Sand“ bekannt: Bewegte, trockene und lockere Körner erzeugen eine Resonanz. Der größte Teil des Gebiets ist unbewohnt, doch einige Hirtenfamilien nutzen es traditionell mit Kamelen, Ziegen, Eseln und Schafen. Das Welterbegebiet umfasst 726.291,41 Hektar, die Pufferzone 891.114,36 Hektar. Höhe und Senke, Trockenheit und Wasser, Stille und das kurze Vibrieren des Sands gehören zusammen.

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